Spannungskopfschmerz
Spannungskopfschmerzen treten entweder episodisch,
also in längeren Abständen immer wiederkehrend
oder aber chronisch auf, wobei dann zwischen
den einzelnen Beschwerdephasen nur wenige
schmerzfreie Stunden oder Tage liegen. Wodurch
Spannungskopfschmerzen entstehen, ist nicht abschließend
geklärt. Es wird angenommen, dass neben
einer genetischen Veranlagung verschiedene innere
und äußere auslösende Faktoren zusammenwirken.
So spielen möglicherweise eine verkrampfte
Nackenmuskulatur oder eine gestörte neuronale
Schmerzverarbeitung genauso eine Rolle wie Stress,
Ängste oder Sauerstoffmangel.
Spannungskopfschmerzen sind in der Regel von leichter
oder mittelschwerer Intensität und gehen nicht
mit Sehstörungen, Übelkeit oder Erbrechen einher.
Wenn Spannungskopfschmerzen einen normalen Tagesablauf
auch nicht so stark einschränken oder gar
unmöglich machen, wie dies bei Migräneanfällen der
Fall ist, so fühlen sich die Betroffenen dennoch erheblich
in ihrer Leistungsfähigkeit und Lebensqualität
eingeschränkt. Treten die Schmerzen plötzlich auf,
nehmen sie in ihrer Intensität immer weiter zu oder
treten Begleitsymptome auf, sollte der Arzt eine genauere
Ursachenanalyse durchführen, denn es könnte
eine schwere Erkrankung dahinterstecken.
Gegen eine Behandlung von gelegentlichen Kopfschmerzen
mit rezeptfrei in der Apotheke erhältlichen
Schmerzmedikamenten auf der Basis von Substanzen
wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Ibuprofen
ist auch aus ärztlicher Sicht nichts einzuwenden,
solange diese nicht regelmäßig und über einen
längeren Zeitraum eingenommen werden. Als Richtschnur
gibt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft
vor, Tabletten an nicht mehr als
zehn Tagen im Monat und nicht länger als drei Tage
hintereinander einzunehmen. Lassen sich die Schmerzen
auf diese Weise nicht bekämpfen, ist ärztlicher
Rat einzuholen. Sehr wirksam bei nicht allzu starken
Beschwerden können auch Entspannungsübungen
und Massagen oder Akupressur, aber auch Hausmittel
wie ätherische Öle oder Koffein sein.
Wer unter häufig wiederkehrenden Kopfschmerzen
leidet, sollte Verspannungen der Muskulatur oder Fehlhaltungen
langfristig vorbeugen. Dazu können diverse
physikalische oder physiotherapeutische Maßnahmen
wie Kälte-, Wärme- oder Elektrotherapie, Gymnastik
oder Massagen geeignet sein, die individuell
abgestimmt sein sollten. Zusätzlich sollte versucht werden,
durch regelmäßiges Entspannungstraining
Stress und Ängste abzubauen und allgemein Ärger
und Hektik zu vermeiden.




